In Ratgeberliteratur, Foren und auf zahlreichen Gesundheitswebseiten taucht immer wieder ein Begriffspaar auf: die Hashimoto-Thyreoiditis und die sogenannte „Nebennierenerschöpfung" (englisch adrenal fatigue). Die These lautet verkürzt: Chronischer Stress überlaste die Nebennieren, diese „erschöpften" mit der Zeit, und daraus resultierten nicht nur Müdigkeit und Erschöpfung, sondern auch eine Begünstigung oder Verschlechterung von Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto.
Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronische Krankheit, die den gesamten Körper betreffen kann. Ist die Schilddrüse geschädigt und das hormonelle Gleichgewicht gestört, verspüren Betroffene Symptome, die von Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Depression über Gewichtszunahme bis hin zu Verdauungsproblemen, Muskelschmerzen und Herzstolpern reichen können. Durch eine richtige medikamentöse Einstellung sind diese Symptome allerdings meist gut in den Griff zu bekommen.
Eine neue Studie stützt einen weiteren Zusammenhang: Patienten mit Hashimoto-Thyreoiditis erkranken häufiger an Schilddrüsenkrebs als Menschen ohne diese Erkrankung.